Einleitung: Rote Flecken – Ein Symptom, viele Ursachen
Rote Flecken auf der Haut sind ein häufiges Symptom und können viele unterschiedliche Ursachen haben. Hinter den Veränderungen stecken manchmal harmlose Hautreizungen, manchmal aber auch Hautpilzinfektionen. Für Betroffene ist es oft schwierig zu erkennen, ob die Haut nur gereizt ist oder ob ein Pilz dahintersteckt.
Typisch für Hautpilz ist, dass die roten Stellen klar begrenzt sind, sich langsam verändern und oft mit Juckreiz oder Schuppung einhergehen. Manche Flecken bleiben klein, andere breiten sich ringförmig oder flächig aus. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Farbe der Flecken, sondern auch ihre Form, Lage und Entwicklung.
Wann rote Flecken auf Hautpilz hindeuten
Klare Abgrenzung zur gesunden Haut
Pilzinfektionen zeigen häufig scharf begrenzte Ränder. Die betroffene Stelle hebt sich deutlich von der umliegenden Haut ab.
Randsaumbetonung
Viele Hautpilze breiten sich nach außen aus. Dabei wirkt der Rand oft stärker gerötet oder leicht erhaben, während die Haut in der Mitte bereits heller oder abgeheilt erscheint.
Juckreiz und Schuppung
Ein starker Juckreiz zählt zu den häufigsten Beschwerden. Zusätzlich können feine Hautschuppen, Brennen oder ein Spannungsgefühl auftreten.
Langsame Ausbreitung
Pilzinfektionen entwickeln sich meist schleichend. Die Flecken werden mit der Zeit größer oder verändern ihre Form.
Helle oder dunkle Flecken, oft an Brust, Nacken oder Rücken
Rötung in Hautfalten
Leistenpilz
Häufig in warmen, feuchten Hautbereichen oder Hautfalten
Rote Flecken mit Bläschen
Entzündete Pilzinfektion
Kann nässen oder schmerzhaft sein
Ringelflechte: Kreisförmige rote Flecken
Die sogenannte Ringelflechte gehört zu den häufigsten Formen von Hautpilz. Charakteristisch sind runde oder ringförmige rote Flecken mit einem stärker ausgeprägten Rand.
Betroffen ist meist die glatte Haut am Körper – etwa Arme, Beine oder Rücken. Die Mitte der Stelle wirkt oft heller, während sich der Rand weiter ausbreitet. Viele Betroffene verspüren dabei starken Juckreiz.
Kleienpilzflechte: Verfärbte Hautstellen
Bei der Kleienpilzflechte entstehen eher unregelmäßige, landkartenartige Flecken. Diese können heller oder dunkler als die normale Haut erscheinen.
Die Veränderungen treten bevorzugt an Brust, Schultern, Rücken oder Nacken auf. Besonders bei warmem Wetter oder starkem Schwitzen wird die Erkrankung oft sichtbarer.
Warme und feuchte Hautfalten bieten Pilzen ideale Bedingungen. Deshalb entstehen rote Flecken häufig in der Leistengegend, unter der Brust oder zwischen Hautfalten.
Die Haut ist meist gerötet, juckt stark und kann wund wirken. Reibung und Schweiß verstärken die Beschwerden zusätzlich.
Entzündliche Pilzformen mit Bläschen
Manche Pilzinfektionen verursachen nicht nur rote Flecken, sondern auch kleine Bläschen oder nässende Stellen. Die Haut fühlt sich dann oft gespannt oder empfindlich an.
Diese Form wird häufig mit Ekzemen verwechselt. Deshalb ist eine genaue Beobachtung der Hautveränderungen wichtig.
Warum entstehen rote Flecken bei Hautpilz?
Pilze benötigen bestimmte Bedingungen, um sich auf der Haut auszubreiten. Besonders wichtig sind Feuchtigkeit, Wärme und eine geschwächte Hautbarriere.
Geschwächte Hautbarriere
Kleine Hautverletzungen, häufiges Schwitzen oder Reibung erleichtern das Eindringen der Pilze in die oberste Hautschicht.
Pilze ernähren sich von Keratin
Pilze befallen vor allem die äußeren Hautschichten, weil sie sich vom Strukturprotein Keratin ernähren. Dieses befindet sich in Haut, Haaren und Nägeln.
Erste Hilfe und Behandlung bei roten Flecken
Wenn die Hautveränderungen auf eine Pilzinfektion hindeuten, sollte eine ärztliche oder pharmazeutische Abklärung erfolgen. Bei Verdacht auf Hautpilz kann eine frühzeitige Behandlung sinnvoll sein. Eine frühzeitige Behandlung kann dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der Infektion zu begrenzen.
Behandlung mit Antimykotika
Zur Therapie werden meist sogenannte Antimykotika eingesetzt. Häufig kommt der Wirkstoff Terbinafin zum Einsatz.
Terbinafin besitzt fungizide Eigenschaften gegenüber bestimmten Hautpilzen. Das bedeutet, dass die Pilze aktiv abgetötet werden. Der Wirkstoff greift die Zellmembran der Erreger an und verhindert deren weiteres Wachstum.
Behandlung richtig durchführen
Die Behandlung sollte entsprechend den Angaben in der Packungsbeilage bzw. den Empfehlungen von Ärztin, Arzt oder aus der Apotheke fortgeführt werden
Die betroffene Hautstelle vor der Anwendung reinigen
Die Haut sorgfältig trocknen
Die Creme dünn auftragen
Hände nach der Anwendung waschen
Wichtig ist eine konsequente Behandlung. Auch wenn die roten Flecken bereits verschwinden, sollte die Therapie wie empfohlen beendet werden. Andernfalls können verbliebene Pilzbestandteile zu einem Wiederauftreten der Beschwerden beitragen.
Wann ist ein Arztbesuch ratsam?
Nicht jede Hautveränderung lässt sich sicher selbst beurteilen. Manche Erkrankungen wie Ekzeme, Schuppenflechte oder bakterielle Infektionen können ähnlich aussehen.
Ein Arztbesuch ist besonders ratsam, wenn:
sich die roten Flecken trotz Behandlung weiter ausbreiten
starke Schmerzen oder Entzündungen auftreten
die Haut nässt oder eitert
empfindliche Bereiche wie Gesicht oder Genitalbereich betroffen sind
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Plettenberg, A. et al. Infektionskrankheiten der Haut. Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2010.
Lamisil Creme 10 mg/g Wirkstoff: Terbinafinhydrochlorid Anwendungsgebiete: Pilzinfektionen der Haut, wie z.B. Fußpilz (Athletenfuß, Sportlerfuß = Tinea pedis); Hautpilzerkrankungen an den Oberschenkeln und am Körper (Tinea corporis); Hautpilzerkrankungen in der Leistengegend (Tinea cruris); Hautcandidose; Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor), die durch Dermatophyten, Hefen oder andere Pilze (Pityrosporum orbiculare/Malassezia furfur) verursacht werden. Stand: 11/2023.
Lamisil Once 1 % Lösung zur Anwendung auf der Haut Wirkstoff: Terbinafin Anwendungsgebiete: Lamisil Once wird angewendet zur Behandlung von Tinea pedis (Fußpilzerkrankung) bei Erwachsenen. Warnhinweis: Nur zum äußerlichen Gebrauch. Kontakt mit den Augen vermeiden. Enthält Ethanol: offene Flammen vermeiden. Stand: 11/2023.
Lamisil Spray 1 % Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung Wirkstoff: Terbinafinhydrochlorid Anwendungsgebiete: Lamisil Spray wird angewendet bei Pilzinfektionen der Haut an den Füßen, im Leistenbereich, am Körper sowie bei Kleinepilzflechte (Pityriasis versicolor). Stand: 11/2023.