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LamiCare ist ein Kosmetikprodukt und kein Arzneimittel.

25 August 2026

Autor: Mediha Sarwar

GPhC registrierte Apothekerin

Medical Advisor, Karo Healthcare

Ein Hautausschlag ist oft das erste sichtbare Zeichen dafür, dass die Hautbarriere geschwächt ist. Ob es juckt, brennt oder schuppt – hinter dem Begriff „Ausschlag“ verbirgt sich eine Vielzahl möglicher Diagnosen.

  • Nutzer-Fokus: Unterstützung bei der ersten Selbsteinschätzung.
  • Fachbegriff: In der Medizin spricht man bei einer Hauterkrankung oft von einer
    Dermatose; handelt es sich um einen Pilzbefall, ist es eine Dermatomykose.

Hautpilzarten: Welche Pilzinfektion könnte es sein?

Hautpilz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die durch Pilze verursacht werden. Hier ist die Unterscheidung der Erreger wichtig. Die zwei wichtigsten Erregerarten:

Fadenpilze (Dermatophyten)

Diese Erreger verursachen die klassischen Tinea-Erkrankungen. Sie ernähren sich von Keratin in Haut, Haaren und Nägeln.

  • Hautpilz bzw. Ringelflechte (Tinea corporis): Typisch sind rote, ringförmige Muster mit betontem Rand.
  • Fußpilz (Tinea pedis): Häufig brennender Juckreiz und Risse zwischen den Zehen.
  • Nagelpilz (Tinea unguium; Onychomykose): Weißlich, gelblich oder braun verfärbte und zusätzlich verdickte Nägel. Zehennägel sind deutlich häufiger betroffen als Fingernägel.
  • Leistenpilz (Tinea inguinalis oder cruris): Rote Flecken in den warmen Hautfalten der Leistengegend. Auch Leistenflechte genannt.

Hefepilze (Candida)

Eine Candidose (oder Candidiasis) wird durch körpereigene Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst.

  • Candidose: Diese Pilze siedeln sich bevorzugt in feuchten Hautarealen, Hautfalten und Schleimhäuten an.
  • Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor): Verursacht landkartenartige Verfärbungen mit feiner kleieartiger Schuppung, oft an Rücken oder Brust.

Nicht jeder Ausschlag ist eine Pilzinfektion der Haut. Die Abgrenzung zu chronischen Hautkrankheiten ist entscheidend für die Wahl der Behandlung.

MerkmalHautpilz (Mykose)Ekzem / NeurodermitisSchuppenflechte (Psoriasis)
AbgrenzungMeist scharf begrenzt, oft ringförmigOft diffus und eher flächig gerötet, teils Bläschen, Knötchen oder SchuppenSehr scharf, unregelmäßig begrenzt, häufig mit Plaques und silbrigen Schuppen
VerlaufBreitet sich langsam aus, moderater JuckreizTritt oft schubweise auf, häufig allergisch bedingt, starker JuckreizChronisch-entzündlich, schubweise, oft an Ellenbogen/Knien sowie Handflächen/Fußsohlen
AnsteckungHautpilz ist meist ansteckend (Mensch, Tier, Gegenstände)Nicht ansteckendNicht ansteckend

Spezieller Vergleich: Röschenflechte oder Ringelflechte?

Während die Ringelflechte durch Dermatophyten ausgelöst wird und eine antimykotische (den Pilz bekämpfende) Behandlung erfordert, ist die Röschenflechte (Pityriasis rosea) eine harmlose, meist von selbst abheilende Hauterscheinung, die oft mit einem einzelnen „Mutterfleck“ beginnt. Die rötlichen, rundlich bis ovalen Flecken haben oft eine der Ringelflechte ähnelnde ringförmige Rötung. Typisch für Röschenflechte ist jedoch eine randständige, nach innen gerichtete Schuppung, die bei Ringelflechte nicht auftritt. Röschenflechte ist normalerweise nicht behandlungsbedürftig, eine Ringelflechte hingegen sollte behandelt werden.

Eine einfache Hautirritation durch Reibung oder Schweiß kann einer beginnenden Pilzerkrankung ähneln. Da Pilze jedoch aktiv das Gewebe besiedeln und sich vermehren, verschwindet eine Pilzinfektion im Gegensatz zu einer leichten Reizung meist nicht von selbst. Wenn Beschwerden trotz konsequenter Hygiene und Hautpflege bestehen bleiben, könnte das für eine Pilzinfektion sprechen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hautpilz

Wenn die Anzeichen auf eine Hautpilzinfektion hindeuten, können Antimykotika wie Terbinafin zur Behandlung eingesetzt werden.

  • Wirkweise: Terbinafin wirkt fungizid gegenüber bestimmten Hautpilzen. Der Wirkstoff hemmt den Aufbau wichtiger Bestandteile der Pilzzellmembran und wirkt dadurch gegen die Erreger.
  • Vorteile: Es bietet eine schnelle Wirkung gegen viele Arten von Pilz auf der Haut und ist im Allgemeinen gut verträglich.
  • Wichtiger Hinweis: Die Behandlung sollte entsprechend den Angaben in der Packungsbeilage fortgeführt werden. Auch wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind, kann die Infektion weiterhin bestehen.

Wann zum Experten?

Ein Hautausschlag sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn:

  • Die Ursache völlig unklar ist.
  • Der Ausschlag im Gesicht auftritt oder sich schnell ausbreitet.
  • Starke Schmerzen, Schwellungen oder Fieber hinzukommen.

Referenzen

WHO. Globaler Bericht zur Schuppenflechte. 2016. (Zuletzt aufgerufen: Mai 2026).

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). S3-Leitlinie „Therapie der Psoriasis vulgaris“ (AWMF-Registernummer 013 – 001). Version 8.1, 07.2025. (Zuletzt aufgerufen: Mai 2026)

DocCheck Flexikon. Pityriasis rosea. (Zuletzt aufgerufen: Mai 2026).

Werfel T et al. Diagnostik und Stufentherapie der Neurodermitis. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 509–520.

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Al Hasan M et al. Dermatology for the practicing allergist: Tinea pedis and its complications. Clin Mol Allergy. 2004; 2 (1): 5.