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Problemzonen & Erscheinungsformen bei Fußpilz

Fußpilz ist eine der häufigsten Hautinfektionen, doch er sieht nicht überall gleich aus. Je nach betroffener Stelle am Fuß unterscheiden sich sowohl das Erscheinungsbild als auch die typischen Beschwerden deutlich. Diese Unterseite hilft dabei, die verschiedenen Formen gezielt zu erkennen und besser einzuordnen.

Wo tritt Fußpilz auf? Die wichtigsten Problemzonen
Fußpilz in den Zehenzwischenräumen (Interdigitaltyp)
Fußpilz an der Fußsohle (Mokassintyp)
Fußpilz auf dem Fußrücken
Warum gerade diese Zonen betroffen sind
Gezielte Behandlung der Problemzonen

25 August 2026

Autor: Mediha Sarwar

GPhC registrierte Apothekerin

Medical Advisor, Karo Healthcare

Während viele Betroffene zunächst nur an „klassischen“ Juckreiz zwischen den Zehen denken, kann sich Fußpilz grundsätzlich in drei zentralen Bereichen manifestieren:

  • Zwischen den Zehen (Interdigitaltyp) – die häufigste Form
  • An der Fußsohle (Mokassintyp) – oft unterschätzt
  • Auf dem Fußrücken – seltener, aber auffällig

Jede dieser Zonen bietet dem Pilz unterschiedliche Voraussetzungen und führt zu spezifischen Symptomen.

Fußpilz in den Zehenzwischenräumen (Interdigitaltyp)

Die Zehenzwischenräume sind der klassische Ausgangspunkt einer Fußpilzinfektion.

Warum gerade hier?

In den engen Zwischenräumen der Zehen liegt Haut direkt auf Haut. Dadurch entsteht ein feucht-warmes Klima, das ideale Wachstumsbedingungen für Hautpilze (Dermatophyten) schafft. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Füße schwitzen oder nicht gut abtrocknen.

Typische Anzeichen

  • Weißlich verfärbte, aufgequollene oder „matschige“ (mazerierte) Haut
  • Feine Einrisse (Fissuren) in Hautfalten der Zehen
  • Nässende Stellen und unangenehmer Geruch
  • Beginn häufig zwischen dem 4. und 5. Zeh

Expertentipp: Achten Sie auf hartnäckigen Juckreiz, der oft das erste Warnsignal ist, noch bevor die Haut sich sichtbar verändert.

Diese Form bleibt häufig unerkannt, da sie leicht mit trockener Haut, Hornhaut oder Schwielen verwechselt werden kann.

Das Erscheinungsbild

  • Trockene, verdickte und schuppige Haut
  • Flächige Ausbreitung über die gesamte Sohle und die Fußränder
  • Weißliche oder leicht gerötete Plaques

Der Name „Mokassintyp“ kommt daher, dass sich die Symptome wie ein Mokassin um die Fußsohle und die seitlichen Fußränder ziehen.

Woran lässt sich Fußpilz von trockener Haut unterscheiden?

  • Die Haut ist flächig und gleichmäßig betroffen, nicht nur punktuell
  • Häufig entwickelt sich zusätzlich eine leichte Entzündung
  • Pflegeprodukte allein bringen keine Besserung

Mögliche Folgen

Unbehandelt wird die Haut zunehmend spröde und es können schmerzhafte Risse entstehen, die das Gehen erschweren.

Der Fußrücken ist seltener von Fußpilz betroffen als die Zehenzwischenräume und die Sohlen, zeigt aber besonders auffällige Symptome.

Wie entsteht diese Form?

Ist der Fußrücken von einer Pilzinfektion betroffen, ist das häufig die Folge von Verschleppung: Durch Kratzen oder direkten Hautkontakt von bereits infizierten Bereichen wie z. B. den Zehen wird der Pilz auf den Fußrücken übertragen.

Typische Symptome

  • Bläschenbildung, teilweise mit Flüssigkeit gefüllt
  • Nässende Stellen und sichtbare Schwellungen
  • Deutliche Rötungen
  • Brennen oder Reizgefühl

Besonderheit: Da die Haut am Fußrücken dünner und empfindlicher ist, können Symptome wie Brennen oder Rötungen hier besonders intensiv wahrgenommen werden.

Warum gerade diese Zonen betroffen sind

ZoneHauptursache für BefallTypisches Symptom
ZehenzwischenräumeFeuchtigkeitsstau & Haut-auf-Haut-KontaktWeiß aufgequollene Haut
FußsohleMechanische Belastung & DruckTrockene, flächige Schuppung
FußrückenVerschleppung der InfektionBläschen & Rötungen

Gezielte Behandlung der Problemzonen

Unabhängig davon, wo die Symptome auftreten, gilt: Eine konsequente Behandlung kann dazu beitragen, das Risiko eines Wiederauftretens der Infektion zu verringern.

Ganzheitlich behandeln

Auch wenn nur ein Fuß oder nur eine Stelle betroffen ist, sollten beide Füße behandelt werden. Pilzsporen können sich unbemerkt ausbreiten.

Lückenlose Anwendung

Tragen Sie das Antimykotikum entsprechend der Angaben auf der Packungsbeilage:

  • Auf die betroffene Stelle
  • Zwischen allen Zehen
  • Auf die gesamten Fußränder
  • Wenn der Juckreiz trotz Behandlung nicht verschwindet

Empfohlene Behandlungsdauer einhalten

Selbst wenn Symptome schnell verschwinden (z. B. weniger Schuppung oder keine Bläschen mehr), sollte die Behandlung wie empfohlen zu Ende geführt werden, um das Risiko eines Wiederauftretens der Infektion zu reduzieren.

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Quellen

Altmeyers Enzyklopädie. Tinea pedis. Zuletzt aufgerufen: Mai 2026.

Pietro Nenoff, Constanze Krüger, Gabriele Ginter-Hanselmayer, Hans-Jürgen Tietz (2014) Mycology – an update. Part 1: Dermatomycoses: Causative agents, epidemiology and pathogenesis

Al Hasan M, Fitzgerald SM, Saoudian M, Krishnaswamy G (March 2004). “Dermatology for the practicing allergist: Tinea pedis and its complications“. Clinical and Molecular Allergy. 2 (1) 5.

Leung, A., Barankin, B., Lam, J., Leong, K., & Hon, K. (2023). Tinea pedis: an updated review. Drugs in Context, 12.

DermNet®. Athlete’s foot. Zuletzt aufgerufen: Mai 2026.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Fußpilz. Zuletzt aufgerufen: Mai 2026.